Unterrrichtskonzeption


In meiner Unterrichtsstunde gibt es Zielsetzungen im Bereich der Sachkompetenz,
Sozialkompetenz und der Methodenkompetenz, die ich im Folgenden näher erläutern werden.
Im Bereich der Sachkompetenz, die definiert ist als der fachliche Umgang mit Methoden und
Inhalten ist die Zielsetzung den SuS zu vermitteln, dass sie die verschiedenen Techniken zum
Entgegennehmen von Schülerfeedback kennenlernen, diese bewerten und nach Tauglichkeit für die
jeweilige Situation und Zielgruppe anpassen können. Außerdem ist meine Zielsetzung der UE im
Bereich der Sachkompetenz, dass meine SuS die Feedbackmethoden anwenden können und
verstanden haben, dass die Ergebnisse der jeweiligen Methoden durch bestimmte Faktoren
beeinflusst werden. Solche Einflussfaktoren sind zum Beispiel Gruppendynamiken oder das
Auftreten von BIAS, welche je nach Methode unterschiedlich auf die Ergebnisse einwirken. Als
Gestalter der UE ist es wichtig diese Faktoren zu kennen, um zu verhindern, dass man die
Ergebnisse falsch interpretiert.
In der Methodenkompenz, die definiert ist als die „Fähigkeit zur Anwendung bestimmter Lehr- und
Arbeitsmethoden, inbesondere zur selbstständigen Erschließung unterschiedlicher Lern- und
Wirkungsbereiche“
https://www.coaching-report.de/lexikon/methodenkompetenz.html. In diesem
Bereich sollen die SuS die Handlungsfähigkeit erwerben die jeweiligen Feedbackmethoden an zu
wenden und diese an Situationen oder Fragestellungen anzupassen.
Bei der Sozialen Kompetenz, die definiert als die „Fähigkeit und Bereitschaft zielorientiert mit
anderen zusammenzuarbeiten, ihre Interessen und sozialen Situationen zu erfassen und sich mit
ihnen rational und verantwortungsbewusst auseinanderzusetzen und zu verständigen…“
http://www.hsbremen.de/internet/de/weiterbildung/koowb/Schluesselkompetenzen/SozialeKompetenz/, besteht
die Zielsetzung der UE darin, dass wir die SuS befähigen wollen die Meinungen aus der Klasse zu
verstehen, zu akzeptieren und auf die Situation angemessene Reaktionen zu zeigen. Gerade wenn
man sich von der Klasse ein Feedback zur vergangenen UE erhofft kann es wichtig sein zuvor ein
störungsfreies und straffreies Ambiente zu schaffen. In meiner UE soll die Soziale Kompetenz in
dieser Richtung gefördert.
Was spielt eine Rolle
Die Schwerpunkte der UE liegen im Bereich der theoretischen Grundlagen der Feedback Methoden,
der didaktischen Hintergründe der Feedback Methoden, sowie der Möglichkeit aus dem
Methodenpool die passende Methode zu wählen. Die Methoden die in der UE thematisiert werden
sollen sind: Feedback Zielscheibe, Ampel Methode, Feedback Wand, Stimmungsbarometer,
Transfertlandkarte, Blitzlicht, Rückschau, One Minute Paper, Stärken und Schwächen Analyse,
Vier Ecken Methode, Typisch Unterricht, Rückmeldekarten, Fragebogen, Stimmungskurve,
Stammtisch, Foto-Video- Report, Papierkorb und Vorratskorb Methode.
Wieso beschäftigen wir uns damit?
Die Feedback Methoden sind ein wichtiger Teil des Methodenspektrums, wenn man ein gutes
Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern erreichen will. In den täglichen Unterrichtssituationen
haben die SuS oft wenig Gelegenheiten ihren Eindruck vom Unterrichtsgeschehen und ihre
Wahrnehmung der Lehrkraft auszudrücken. Mit Hilfe von Feedback Methoden wird die Beziehung
zwischen Lehrern und Schülern gefördert, da diese sich ernst genommen fühlen und das Gefühl
haben wahrgenommen zu werden. Besonders bei Methoden, bei denen jeder Schüler zu Wort
kommt, wie der Blitzlicht Methode, haben wir so eine Rückmeldung von jedem Teil der Klasse. Es

können sich bei bestimmten Feedback Methoden auch jene Schüler äußern, die sich sonst auf Grund
von fehledem Mut oder durch andere Hemmnisse nicht äußern. Darum sollte man als Lehrkraft hier
auch eine Methodenvielfalt an den Tag legen und immer die Methoden so anpassen, dass sie zur
jeweiligen Situation passen.
Mit Hilfe von Feedback Methoden hat die Lehrkraft die Möglichkeit seinen Unterricht besser an die
Bedürfnisse der Zielgruppe an zu passen. Denn durch die Feedback Methoden bekommt man einen
sehr guten Eindruck davon welche Wünsche die SuS an die Lehrkraft herantragen und welche
Kritik sie äußern. Diese kann man in den folgenden Stunden aufgreifen und einbauen und so auch
die Akzeptanz der SuS für den Unterricht erhöhen und die Interaktion fördern.
Die richtige Wahl der Feedback Methoden kann außerdem dazu führen, dass man ein gutes Bild
über die Meinungen und Verständnis des Themas in der Klasse bekommt und wie diese verteilt
sind. So kann man erfahren, ob ein Großteil der SuS das Lesen der Geschichte als gut empfand oder
ob dieser Autor unter Umständen nicht gut ankam. Oder man kann mit Hilfe der Feedback
Methoden heraus finden, ob die SuS das jeweilige Thema gut verstanden haben oder nicht.
Bei genauer Betrachtung stellt man auch fest, dass die Anwendung von Feedback Methoden auch in
kritischen Situationen hilfreich sein kann, zum Beispiel wenn man herausfinden möchte, ob die
Klasse aus einem bestimmten Grund der Stunde nicht mehr folgen konnte oder wollte.
Das Feedback gibt zudem auch die Möglichkeit sich selbst als Lehrperson reflektieren zu können.
Mit Hilfe von regelmäßigem Feedback erhält man eine Rückmeldung über die Fremdwahrnehmung,
also über die Wahrnehmung, welche die Schüler von der Lehrkraft als Person und als Gestalter des
Unterrichts haben. In diesem Falle gibt uns Feedback die Möglichkeit die Selbstwahrnehmung
kritisch mit der Fremdwahrnehmung abzugleichen und so ein objektives Bild zu gewinnen.
Didaktisch – Methodische Gestaltung der Unterrichtseinheit
Die Methode der Gruppenarbeit eignet sich sehr gut zum Vermitteln der Feedback Methoden, da
diese Sozialform durch die Untergliederung der Lehrinhalte zu einem größeren Lernerfolg führen
kann. Die Unterteilung der SuS erfolgt in vier Gruppen, in der je vier Methoden besprochen
werden.
Gruppe !“ blblblbHIER DIE GRUPPEN VORSTELLEN
In der Vorbereitungsphase der Gruppenarbeit erhalten die SuS die Einteilung in die Gruppe und die
Zuordnung der jeweiligen Methoden. Diese sind mit einer Aufgabenstellung verbunden, die darin
besteht die Feedback Methoden zur Kenntnis zu nehmen und in einem Kurzvortrag Vorteile und
Nachteile wieder zu geben. Mit dem Hinweis das Grundschulalter zu beachten und fachlichem
Material werden die Gruppen in die Durchführung entlassen. Nach einer Bearbeitungszeit von 20
Minuten werden die Gruppen wieder zusammen gerufen und geben dann in der Auswertung und
Präsentation die Methoden wieder und erläutern deren Vorteile und Nachteile. Im Anschluss daran
erhalten die Teilnehmer das Feedback, ob die Methoden richtig verstanden wurden und ob die
Vorteile, sowie die Nachteile komplett erarbeitet wurden.
Warum Gruppenarbeit
Gruppenarbeit bietet eine Vielzahl an Vorteilen bei der Vermittlung von Stoff. Zum Einen eignet
sich die Gruppenarbeit durch das Einteilen in Kleingruppen dazu eine Vielzahl an Inhalten in kurzer
Zeit zu besprechen, so wie dies bei den Feedback Methoden der Fall ist. Zum Anderen wird durch
die Gruppenarbeit als Sozialmethode auch die soziale Kompetenz der Teilnehmer gefördert, da ein

Austausch stattfindet und auch unterschiedliche Meinungen auftreten können.
Durch Gruppenarbeit erhält man außerdem ein ausführlicheres Spektrum an Antworten, als dies in
Einzelarbeit möglich wäre, da hier ja viele Personen an der selben Fragestellung arbeiten. Hinzu
kommt, dass Gruppenarbeit eine wichtige Methode des erzieherischen Alltags ist und darum auch in
der Erarbeitung von didaktischen Methoden erprobt und gelebt werden sollte.
http://www.hsbremen.de/internet/de/weiterbildung/koowb/Schluesselkompetenzen/SozialeKompetenz/
https://www.coaching-report.de/lexikon/methodenkompetenz.html
http://www.didactics.eu/index.php?id=990
http://methodenpool.uni-koeln.de/download/gruppenarbeit.pdf

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