Die Lerntypen, eine nicht ganz ernst gemeinte Typologie

Die Lerntypen mit ihren Einschränkungen

Typologien sind eine feine Sache, denn jeder findet sich in einem oder mehreren Typen wieder.

Das Faultier

Das Faultier mag nicht lernen. Im Prinzip mag das Faultier fast nichts außer dem Surfen im Internet oder Partys. Meist kommt das Faultier schulisch einigermaßen durch und genau das ist das Problem. Zumeist sind Faultiere nicht dumm, nur eben stinkenfaul, sodass sie sich durch mogeln und an der Grenze des Scheiterns vor sich hin lernen. Da sie schlau sind erreichen sie diese Grenze erst dann wenn es zu spät ist und Schlauheit allein nicht mehr ausreicht. Meist sind Faultiere ausgeglichen und leiden nicht unter Klausurenphobie, ein großer Vorteil im Zeitalter von G8 und anderen Foltermethoden. Zudem sind Faultiere sehr verträglich und stellen zumeist keine besondere Herausforderung für die Lehrer und Dozenten dar – vordergründig zumindest.

Hilfe für Faultiere kann es nur von Außen geben, da sie sich selbst nicht motivieren können. Später erst, dann wenn der Druck riesig wird, zum Beispiel kurz vor den schriftlichen Abi Prüfungen, kommen Faultiere in Fahrt. Faultiere sollten immer neue Reize bekommen, sodass sie sich immer wieder animiert fühlen in Aktion zu treten. Besonders die jungen Faultiere brauchen regelmäßige Förderung, damit sie nicht zu sehr im Faulheitssumpf versinken.

Der Chaos King

King Chaos ist immer überall, nur nicht dort wo er schulisch sein sollte. Der Stoff ist immer nebensächlich, das wichtige spielt sich jenseits des Lernstoffes ab. King Choas hat viele Interessen, alle stehen dem Lernen entgegen und führt dazu, dass sich der Lerneinsatz und -Spaß in sehr engen Grenzen hält. In der Hausaufgabenhilfe muss man den King dazu anhalten immer wieder auf den Stoff zurück zu kommen und sollte ihn so wenig wie möglich unbeaufsichtigt lassen. Regelmäßigkeit und Ordnung müssen ihm unbedingt nahegracht werden, zum Beispiel durch das aktive Anwenden von Ritualen und hilfreichen Grundregeln. Wenn King Chaos in großer Form ist bringt er dank seiner Kreativität viele Menschen zum Lachen und kann tolle Ergebnisse herbei zaubern. Langweilig wird es mit dem König des Chaos nie, denn immer wieder kommen neue und spannende Ideen in den Kopf des Chaoten.

Hat er seine Aufgabe Ordnung und Struktur in Gedanken, Werk und Arbeit zu bekommen ist er brillant und kreativ, hingebungsvoll und produktiv.

Der Chaos König wird am besten mit viel Regelmäßigkeit unterrichtet und gefördert ohne diese würden keine Erfolge denkbar sein und Fortschritte ausbleiben. Ziel sollte es sein, dass der König des Chaos irgendwann seine ganz persönliche Struktur findet – was jedoch voraussetzt, das er sich diese auch selbst erarbeiten kann – und nicht permanent in die Form der anderen gepresst wird.

Die Bergziege

Sie meckert und meckert, Unterricht ist für die Bergziege Meckerzeit. Wie ein stures Maultier muss man die Bergziege am Tau den Berg hinunter schleifen oder eben hinauf. Schulungen mit der Bergziege ist mühsam, hat man sich durch die eine Meckerei gekämpft meckert die Bergziege schon wieder über etwas anderes.

Die Bergziege ist sehr durchsetzungs stark und hat einen guten Blick für Details – so einfach findet sich kein Haar in der Suppe, das bedarf schon etwas Übung. Sie hat auch eine unglaubliche Kreativität wenn es darum geht an einer Sache Kritikpunkte zu finden.

Helfen kann man der Bergziege nur dann in der Schule, wenn man über das stetige Gemecker hinwegsehen kann. Die Ziege muss zu ihrem Glück gezwungen werden, bis sie den Widerstand aufgibt. Den Sinn der ganzen Schulstunden und Nachhilfeunterrichtungen muss das Zieglein einsehen, dann schweigt sie eine kleine Weile. Wichtig ist es, der Meckerziege zu helfen ihre

Frustrationstoleranz zu vergrößern. Nach und nach wird die Bergziege immer weniger schnell frustiert und kann sich auch mit neuer Materie auseinander setzen.

Der Besserwisser Bär

Er hat immer eine schlaue Antwort oder eine noch schlauere Frage in Petto – der Besserwisser Bär sabotiert den Unterricht, indem er immer und immer wieder diskutieren möchte. Er möchte demonstrieren, dass er schlauer und besser als der Lehrer ist, er strebt nach Macht und erhofft sich Anerkennung. In der Hoffnung Fehler aufzudecken beißt er sich fest bis die Autorität entnerft nachgibt oder der Besserwisser Bär an seiner Grenze angekommen ist.

Der Besserwisser Bär ist nicht so schlau wie er es gerne wäre, jedoch kommt er durch sein Verhalten in den Genuss einer exellenten Rhetorik Schulung, die im späteren Leben von Nutzen sein dürfte. Schwierig wird es, wenn man dem Bär etwas beibringen muss. Denn dann hällt er seine Denkprozesse und den gesamten Unterricht unnötig mit langen Diskussionen auf. Die Gegenstrategie ist einfach: Man unterbindet einfach während des Erklärprozesses jede Zwischenfrage und erlaubt diese nur an vorgeschriebenen Zeitpunkten. Ignoriert der Besserwisser Bär diese Regel werden seine Einwände ignoriert.

Der Traumtänzer

Er tanzt und starrt er denkt und sehnt sich, eines jedoch kann und will er dem Unterrichtsgeschehen nicht folgen. Er ist in Welten unterwegs, dide allen anderen verborgen bleiben – kann sich mit einem einzigen Wimpernschlag durch Raum und Zeit beamen.

Der Traumtänzer ist kreativ und ausgeglichen, wird ihm der Druck zu groß begibt er sich einfach auf seinen innere Spielwiese und ist temporär out of order. Außerdem sind Traumtänzer sehr kreativ und phantasie begabt. Sind sie bei der Fantasie gepackt sind Traumtänzer leicht zu begeistern und widmen sich hingebungsvoll ihrem Traumthema.

Den Traumtänzer holt man am Besten wieder auf den Boden der Unterrichtstatsachen, indem man immer darauf achtet, ob er bei der Sache ist. Findet man den Trauminhalt des Träumerchens heraus kann man den Stoff gezielt darauf ausrichten, den Tänzer somit im Jetzt und Hier packen.

Ist ein Kind immer gedanklich am Teich um zu angeln bietet es sich an Fisch Spiele in den Unterricht zu intgrieren. Zusätzlich sollte man Konzentrationsübungen in den Übungszyklus einbauen, um so die Arbeitsproduktivität zu erhöhen.

Die wilde Hummel

Stillsitzen und zuhören, das kann die Hummel nicht. Ständig in Bewegung ist die Hummel häufig ADS oder ADHS Patient. Die Kinder, die Hummeln sind, brauchen ein stabiles und ausgeglichenes Leben damit sie den Schul- und Lernalltag bewältigen können. Die Hummeln sollten auf Koffein, Alkohol und zu viele Videogames verzichten und lieber Bewegung an der frischen Luft bevorzugen. Hat man eine wilde Hummel im Unterricht leiden meist auch die anderen Schüler unter dem Lebhaften gebaren des kleinen Bienentieres.

Lehrer sollten dem Hummelchen das Leben nicht schwer machen, im Gegenteil, die Unruhe des Kindes als Anhaltspunkt für Hilfsmaßnahmen nehmen. Wilde Hummeln mit ADS oder ADHS brauchen die Hilfe von Fachleuten. Der Rat sich doch zusammen zu reißen oder einfach mal den Mund zu halten ist nicht angebracht, da es sich um eine ernst zu nehmende Symphtomatik handelt, die von Experten gut behandelt bzw. ausgeglichen werden kann.

Im Nachhilfe Unterricht kann man den Hummel helfen, indem man Entspannungs- und Konzentrationsübungen in den Unterricht integriert und gezielt Übungen mit Bewegung einbindet.

Die Hummel muss, um den Schulaltag zu meistern innere Ruhe finden und dem Stoff folgen.

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